Der australische Unternehmer Andrew Forrest wirft Meta vor, betrügerische Werbeanzeigen auf Facebook nicht ausreichend unterbunden zu haben, obwohl dabei sein Name und Bild für angebliche Investmentangebote genutzt worden seien. Er argumentiert, Meta habe durch die Anzeigen Werbeeinnahmen erzielt und könne sich in diesem Fall nicht auf den US-Haftungsschutz nach Section 230 berufen. Meta weist die Vorwürfe zurück und macht geltend, dass Section 230 die Ansprüche ausschließe.
2019: Forrest hatte Meta bereits im August 2019 auf die betrügerischen Anzeigen hingewiesen und ausdrücklich verlangt, alle relevanten Daten zu den Anzeigen zu sichern (u.a. deren Verbreitung, Zeitpunkt, Aufrufe, beteiligten Werbekunden)
2022 Klage eingereicht
Meta beruft sich u.a. auf Section 230. Deshalb vereinbarten die Parteien, die Beweiserhebung zunächst auf die Frage zu konzentrieren, ob Meta die von Werbekunden gelieferten Inhalte eigenständig veränderte und ausspielte (z. B. Bilder zuschnitt, Text einblendete oder Videos für Vorschaubilder bearbeitete)
2023: Ein wichtiger Datensatz zu den tatsächlichen Anzeigen-Optimierungen existiert bereits; Meta sichert ihn aber offenbar noch nicht systematisch.
2024: Meta beginnt eine neue Untersuchung seines Anzeigensystems. Zeitgleich wechselt Meta seine Anwälte
2025: Meta entdeckt dabei nach eigener Darstellung erst, dass bestimmte wichtige Daten überhaupt existieren.
2025: Meta erklärt Forrest zunächst, es habe Versionen der tatsächlich ausgelieferten Anzeigen.
2025: Meta beginnt schließlich, bestimmte Optimierungsdaten zu sichern, zu spät: Von einem relevanten Datensatz sind nur noch 14 % erhalten.
Juli 2025: Meta erklärt nun, die fertigen Anzeigen gar nicht zu speichern.
13.02.2026: Ende der 1. Discovery-Phase zur Section-230-Frage
20.02.2026: Forrest beantragt Sanktionen wegen der verlorenen Daten